Der Apostel, selbst einmal Vorsteher der Gemeinde von 2000-2006, diente unter dem mitgebrachten Wort aus Mathäus 13; 31+32:
Er legte ihnen ein weiteres Gleichnis vor und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte. Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.
Eingangs ging der Apostel auf die 100 Jahre ein, eine Gemeinde, die sich vorbereitet auf die Wiederkunft des Herrn. So wies er auch besonders auf den Schriftzug hin, der am hinteren Ende des Kirchenschiffs angebracht ist: "MARANATA" ...Unser Herr kommt!
Mit dem Gleichnis aus dem Textwort wollte Jesus Mut machen, dass aus etwas sehr Kleinen etwas Großes werden kann. Stört euch nicht an dem Kleinen, Gott kann daraus etwas Großes machen.
Hier in Lauenburg begann es 1906, als eine Glaubenschwester aus Braunschweig mit 19 Jahren eine Stellung in Lauenburg annahm. Sie besuchte die Gottesdienste wann immer sie konnte in Braunschweig, später dann in Lüneburg und das über 19 Jahre hinweg - alleine, aber beständig. Durch ihr Drängen, eine eigene Gemeinde in Lauenburg zu haben, erfüllte Apostel Lembke dann am 1. Mai 1925 diesen Wunsch. Eine kleine Schar mit 5 Seelen entwickelte sich zu einer immer größer werdenden Gemeinde. Die Wohnstube wurde zu klein, größere Versammlungsstätten wurden gefunden, die letztlich zu einem noch heute bestehenden Kirchenbau in Lauenburg im Weingarten 15, führte.
Eine Gemeinde wird nur dann groß, wenn man sich mit Gott einlässt. Auch heute ist noch Zeit, wieder einen Neuanfang zu starten, ohne groß nachzudenken über die Historie - einfach anfangen. Es ist nicht zu spät, wieder mit beten anzufangen, mit Gott zu reden. Lasst die Saat aufgehen, damit sie mit Gottes Hilfe wächst.
Mose zum Beispiel. Er hat einen Menschen getötet, musste fliehen, viele Jahrzehnte hat niemand von ihm gehört bis er so 60 Jahre alt war. Da zeigte sich Gott ihm in einem feurigen Busch und sagte, was er zu tun hätte. Mose fühlte sich so klein, eine so große Aufgabe - das Volk aus Ägypten zu führen - zu bewerkstelligen. Mit dieser Vergangenheit eigentlich nicht würdig, aber Gott hat ihn erwählt.
Auch wir tragen als Berufene unser Teil in kleinen Schritten bei, können nicht alle Menschen bekehren, aber wenn jeder ein klein wenig dazu beiträgt, dass das Samenkorn aufgehen kann, dann ergibt sich etwas Großes.
Für die Gemeinde in Lauenburg gilt, das eine junge, schwache Glaubensschwester mit ihrer kleinen Gabe und festen Glauben, Großes bewirkt hat..
Im Anschluss des Gottesdienstes erfolgten Grußworte vom Apostel für die Gemeinde, intergriert in die erstellte Gemeindechronik ; eine Grußkarte von der Lauenburger Christusgemeinde ; Ansprache des evangelischen Pastors Hans-Christian Baden-Rühlmann, der das Gemeinsame mit dem Bild eines Baumes (ein Stamm - Jesus Christus) und deren Äste (Kirche Christi) verglich ; Ansprache des Sprechers des Gemeindeteams der Katholischen Kirche St. Konrad, Dr. Ingo Scheider, der auch gemeinsame Begegnungen hervorhob und diese auch weiterhin pflegen möchte und als besonderen Gast Bürgermeister Thorben Brackmann, der seit 2 Jahren im Amt ist und der Gemeinde Glückwünsche der Stadt Lauenburg überbrachte und die Gemeinde als einen festen Bestandteil der Stadt darstellte.
Danach konnte bei einem ausgiebigen Buffet Gemeinschaft gepflegt werden, wobei genügend Zeit zum Austausch und Erinnerung an erlebte Zeiten blieb. Hierzu trug auch die umfangreiche Bilderausstellung, die im Foyer augestellt war, bei.
Neuapostolische Kirche